1.FC Turanspor



Die Euphorie ist bei Rot-Weiß Rheinau zurück

von Sportkurier. "Die Meisterschaft", holt Peter Brandenburger tief Luft, "die Meisterschaft ist für mich in der Kreisliga bereits längst entschieden." Und das, was der Trainer von Rot-Weiß Rheinau da sagt, ist nachvollziehbar. Ein Blick auf das Tableau der höchsten Mannheimer Spielklasse zeigt auch warum.

Ganz oben, auf dem Platz an der Sonne, thront die TSG Eintracht Plankstadt und die hat sich einen kräftigen Winterspeck angefressen: Satte neun Zähler beträgt der Vorsprung auf die SpVgg Wallstadt (32 Punkte), den hartnäckigsten Verfolger. Doch auch Rheinau lauert noch. Die Rot-Weißen belegen aktuell den sechsten Rang und haben nur drei Zähler Rückstand auf den zweiten Platz, den Relegationsplatz.

Hätte einem das jemand vor der Runde gesagt, wäre das nicht wirklich überraschend gewesen, zwischenzeitlich war damit aber trotzdem nicht mehr zu rechnen. Denn die mit vielen Vorschusslorbeeren in die Saison gegangen Rheinauer legten einen Start zum Vergessen hin. Brandenburger beurteilt es ähnlich: "Wir haben teilweise zwar gut gespielt, aber die Ergebnisse haben nicht gestimmt. Außerdem waren auch ein paar richtig schlechte Leistungen von uns dabei. Das war insgesamt einfach nicht konstant genug."

Es ist noch gar nicht so lange her, da orientierte man sich in Rheinau eher nach unten

Abstiegsangst machte sich zwar keine breit, aber eben auch keine Euphorie. Doch die ist mittlerweile wieder zurück. Und zwar dank eines famosen Endspurts: In den letzten fünf Partien des Jahres 2015 gelangen der Brandenburger-Elf fünf Siege. "Das war natürlich toll", sagt der Trainer, "wir konnten so mit einem wirklichen guten Gefühl in die Winterpause gehen."

Das Training hat bereits am Donnerstag wieder begonnen. Es bleibt nämlich keine Zeit zu verlieren. Neben der Liga hat man noch ein weiteres ehrgeiziges Ziel vor Augen. Im Mai geht es im Finale des Mannheimer Kreispokals gegen Turanspor Mannheim. Brandenburger freut sich bereits auf das K.o.-Duell, warnt aber auch: "Das ist ein sehr starker Gegner, den wir da vor der Brust haben. Allerdings wollen wir das Ding nun natürlich gewinnen, wenn wir schon mal im Endspiel sind. So etwas kannst du schließlich nicht alle Tage erreichen."

Apropos Turanspor, die warten auch gleich zum Pflichtspielauftakt ins neue Jahr

Brandenburger erklärt: "Das ist ein richtig dicker Brocken, nehmen wir da etwas mit, geht der Weg eher in Richtung nach oben, verlieren wir, müssen wir uns wohl wieder etwas nach unten orientieren." Verändert hat sich am Kader der Rot-Weißen so gut wie nichts. Lediglich ein Neuzugang mischt ab sofort mit. Gemeint ist Anthony Meckel, der vom VfB Gartenstadt kommt. In wie weit er sofort weiterhelfen kann, muss sich allerdings erst noch zeigen: Nach seiner Operation am Kreuzband fängt er erst so langsam wieder an. Wo er in Rheinau spielen soll, ist hingegen klar: Brandenburger will ihn im Mittelfeld als eine Art Zehner installieren. Auf einer Schlüsselposition also, was den Stellenwert des Neuzugangs unterstreicht. Eine neue Herausforderung suchen Kebba Sillah (Germania Friedrichsfeld), Cemil Tasdemir (Phönix Mannheim) und Nicolas Dorn (SpVgg Sandhofen).

Um wieder schnellstmöglich im Flow zu sein, überlässt Brandenburger übrigens nichts dem Zufall. Der erfahrene Coach hat einige Testspiele vereinbart: Am 31. Januar geht es gegen die SG Wiesenbach, am 6. Februar gegen die SpVgg Sandhofen, am 18. Februar gegen den FV Hofheim und am 28. Februar gegen den SV Fürth. "Nur in diesen Spielen hat man die Möglichkeit, etwas zu probieren. Sie sind sehr wichtig für uns", stellt Brandenburger klar.

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